Im folgenden Artikel werden wir uns kritisch mit den unterschiedlichen Samenarten beschäftigen und auf die wichtigsten Entscheidungspunkte eingehen.

Günstige Samen aus dem Baumarkt

Billige oder günstige Samen, die man zum Beispiel im Baumarkt kaufen kann, sind für die Freilandzucht geeignet und oft chemisch behandelt. Diese Behandlung schützt die Samen und spätere Pflanze gegen Schädlinge und führt zu schnellerem, ausgiebigeren Wachstum. Diese sollen zu einer höheren Ausbeute bei der Ernte führen. Durch die Behandlung sind sie allerdings schädlicher für unseren Körper und gehören nicht der Bio-Klasse an. Billigsamen haben auch meist keinen qualitativ hochwertigen Rang, sodass die Samen seltener Keimen beziehungsweise schon kaputt sind, bevor sie überhaupt verwendet werden. Ob dann das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, ist fraglich.

Behandelte Samen

Die chemisch behandelten Samen werden meist auf groß angelegten Feldern verwendet und sorgen für eine allgemein bessere Ernte, da Schädlinge sie nicht befallen. Für die private Sprossenzucht sind diese jedoch eher hinderlich bis schädlich, da sie andere Samen in ihrem Wachstum beeinträchtigen können. Unbedingt nötig sind die behandelten Samen für zu Hause nicht, da die Samen im Keimgerät wesentlich weniger Schädlinge haben. Und die anwesenden Schädlinge kann man auch auf natürliche Art und Weise von der Zucht fernhalten. Im Keimgerät sind wohl die einzigen Gefahren Schimmel und mangelnde Versorgung der Keimlinge (austrocknen lassen). Um ihren Körper also nicht zusätzlich zu belasten, ist von der Verwendung von behandeltem Saatgut dringendst abzuraten!

Samen aus Lebensmittel (nicht Bio)

Bei Samen aus Lebensmittel wie zum Beispiel Sonnenblumenkerne sollte man davon ausgehen, dass sie keine gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe enthalten. Leider kann es natürlich sein, dass die betroffenen Nahrungsmittel, wenn sie nicht aus der Biozucht stammen, auch in irgendeiner Art und Weise behandelt wurden. Die kann wie schon erwähnt äußerlich passieren, durch chemischen Dünger oder Insektizide, oder innerlich, durch Genveränderung der Pflanze. Genau kann man nicht wissen, welche Auswirkungen dies auf das Saatgut hat. Mit dem Samen könnten Prozesse durchlaufen worden sein, welche die Keimfähigkeit der Samen beeinträchtigt.

Bei Bio-Samen aus Nahrungsmitteln sieht es anders aus, da man keine Angst vor Belastungen haben muss. Allerdings sind auch diese Samen nicht immer optimal, da sie nicht für die Sprossenzucht ausgelegt sind.

Spezielles Sprossensaatgut aus Bioanbau

Um eine optimale Zucht zu erlangen, sollte man sich in Reformhäusern oder Biomärkten spezielles, für die Sprossenzucht aufgezogenes, Saatgut beschaffen. Diese Biosaat ist auf Herz und Nieren geprüft, sodass man guten Gewissens davon ausgehen kann, keine schädliche Substanzen zu sich zu nehmen. Diese unbehandelten Samen sind in ihrer Keimfähigkeit nicht beeinträchtigt und verbessern so die Chance auf eine gute Zucht. Natürlich sind die Kosten von Bio-Samen höher, jedoch sollte jedem von uns eine gesunde Ernährung wichtiger sein.