Der Bockshornklee hat über die Zeit viele Namen bekommen: Griechisches Heu, Heusamen, Kuhbohnen, Kuhhornklee, Kuhhornsamen, Rehkörner, Ziegenhornklee, Ziegensamen, Hirschwundkraut, feine Grete, Filigrazie, Schöne Margreth, Siebenzeiten, Stundenkraut, Methika, Philosophenklee. Backhornklee bleibt aber der bekannteste. Der ausgewachsene Bockshornklee trägt schnabelförmige Schoten, die an ein Bockshorn erinnern, die Blüten jedoch sehen aus wie unser Klee, daher entspringt der Name der Pflanze.

Herkunft des Bockshornklees

Ursprünglich stammt der Bockshornklee aus dem Perserreich. Der Gebrauch ist sogar bis ins alte Ägypten zurückverfolgen. Dabei wurde der Bockshornklee als Nahrungsmittel, oder öfters als Naturheilmittel verwendet sowie für religiöse Rituale.

Nach Europa kam der Bockshornklee durch Karl den Großen beim Anbau von ausländischen Pflanzen. Durch den Pfarrer Kneipp wurde der Anbau von Bockshornklee in Deutschland neu belebt und fand Einzug in die Volksheilkunde.

Die richtigen Bockshornkleesamen kaufen

Sonnentor BockshornkleeDa die Bockshornkleesamen besonders gern im indischen Curry verwendet werden, kann man viele verschiedene Samen auf dem Markt kaufen. Bei Samen, die als Gewürz oder Gartenpflanze verkauft werden, ist nicht sichergestellt, dass die Samen noch keimen können. Beim Bestellen der Samen sollte man somit besonders auf Keimsaat achten.

Nichtsdestotrotz können bei einigen Shops keimfähige Bockshornkleesamen bestellt werden.

Tabelle: Bockshornkleesamen zum Keimen im Internet bestellen
Der ShopProdukte
AmazonSonnentor Bockshornklee, 2er Pack (2 x 120 g) - Bio
Davert Bio Bockshornklee (125 g)
De Bolster Keimsprossen Bockshornklee Ökologischer Landbau
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Inhaltsstoffe von Bockshornklee

Was Bockshornklee besonders macht sind die Saponine, sogenannte Schleimstoffe (nur in Samen enthalten) und das Diosgenin. Darüber hinaus enthält es noch Cholin, Lecithin und Phytosterin die sich ebenfalls sehr positiv auswirken. Die Vitamine A, B1, B2, B3, B5 sind auch enthalten. Bei den Mineralien sind sehr viel Eisen und Phosphor enthalten. Auch sind in den Samen 29% wichtige Proteine enthalten und 6% Öl.

Das Naturheilmittel Bockshornklee

Bockshornklee ist ein wahres Naturheilmittel mit vielen Einsatzgebieten. Die enthaltene Aminosäure Histidin soll gegen Leberschäden vorsorgen und das Cholin der Verfettung der Leber entgegenwirken. Das enthaltene Diosgenin könnte ein möglicher Wirkstoff gegen Dickdarmkrebs werden. Aus den Samen hergestelltes Pulver soll den LDL-Cholesterin-Spiegel nachweislich senken. Das Pulver mit Wasser getrunken wirkt schmerzlindernd, harntreibend und hilft gegen Blähungen und Verstopfung. Auch bei äußerlichen Entzündungen oder Nasennebenhöhlenentzündungen soll ein Brei aus Bockshornklee-Pulver helfen. Selbst bei stillenden Frauen kann es als Milch bildendes Mittel eingesetzt werden. In der ayurvedischen Heilkunst wird Bockshornklee oft als Aphrodisiakum empfohlen. Bei Diabetes ist seine Heilwirkung medizinisch anerkannt. Das Grünkraut des Bockshornklees hat als Umschlag eine kühlende Wirkung bei Schwellungen und Insektenstichen. Im Allgemeinen hilft Bockshornklee reinigend bei der Leber, den Nieren und den Schleimhäuten und hilft bei allgemeiner Abwehrschwäche, da die Körperfunktionen unterstützt werden. Es ist also ein Mittel für die Besserung des menschlichen Wohlbefindens.

Vom Bockshornkleesamen zum Keimling

Am besten lässt man Bockshornkleesamen, nach einer Einweichzeit von 8 Stunden, in einem Glas oder in einem speziellen Keimgerät keimen. Bei einer Temperatur von 18-21 °C, sollten die Samen nach etwa 2 Tagen anfangen zu erntefertig sein. Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Samen 2-mal täglich gespült werden müssen. Man kann erwarten das ¼ Tasse Samen ungefähr 1 Tasse Keimlinge ergibt. Aber Achtung: Der von Natur aus schon herbe Bockshornklee kann bei Überkeimung bitter werden. Man erkennt einen fertigen Keim daran, dass seine Größe den gleichen Umfang hat wie der Samen selber. Beim Keimlingsanbau ist zu erwarten, dass der Samen während der Keimung etwas Schleim abgibt.

Vom Samen zum Bockshornkleegrün

Um essbares Bockshornkleegrün zu züchten, sollte man die Samen in Erde oder einem Hydrogerät anbauen. Die Einweichzeit dauert in diesem Falle ganze 9 Stunden bei Verwendung von viel Einweichwasser. Die Samen können bei einer Temperatur von etwa 20 °C optimal wachsen und sollten am Tag 2-3 Mal mit Wasser besprenkelt werden. Das fertige Bockshornkleegrün kann nach ca. 8 Tagen geerntet werden. Man kann davon ausgehen, dass 2 EL Samen im Hydrogerät, 2 Tassen Grün ergeben. Es ist wichtig, dass der Bockshornkleesamen in den ersten Tagen feucht gehalten wird, da in dieser Zeit die Wurzeln im Hydrogerät in die Höhe wachsen. Sind die Wurzeln wieder nach unten ausgerichtet, wächst das Bitterkraut ohne Probleme. Man erkennt das erntefertige Grünkraut daran, dass deren grüne Blättchen ihre braungelben Samenhüllen auf dem Kopf haben.

Bockshornkleesprossen in der Küche

In Ländern mit hoher Trockenheit wie Spanien und Afrika dient der Bockshornklee als Futterpflanze für Tiere. Generell wird Bockshornklee als Gewürz verwendet zum Beispiel im Curry. Auch die Samen sind in Käse und Broten als Gewürz enthalten. Die Bockshornsprossen können geröstet und gekocht, aber auch frisch gegessen werden. Bockshornkleeblätter werden gerne in Soßen verwendet. Die Samen eignen sich hervorragend würzend für Nudel- oder Reisgerichte, selbst der Einsatz in süßen Speisen ist sehr zu empfehlen. Getrocknet ist er auch als Tee zu genießen.

Sonnentor Bockshornklee

Steckbrief

NameBockshornklee, Griechisches Heu, Heusamen, Kuhbohnen, Kuhhornklee, Kuhhornsamen, Rehkörner, Ziegenhornklee, Ziegensamen, Hirschwundkraut, feine Grete, Filigrazie, Schöne Margreth, Siebenzeiten, Stundenkraut, Methika, Philosophenklee
Name (Latein)Trigonella foenum-graecum
Name (Schreibfehler)Bochshornklee, Boxhornklee
Wässern2 Mal täglich
Einweichdauer5 Stunden
FaserwurzelnNein
Erntezeitnach 2-4 tagen
Roh verzehrbarJa
Genießbare TeileGrünkraut oder gekeimter Samen
ZusatzangabeWird bei Überkeimung bitter.