Wissenswertes über Brokkoli

Der Name Brokkoli stammt vom italienischen Begriff "broccoli", was soviel wie Kohlsprossen heißt. Er gehört zu den sogenannten Kreuzblumengewächsen und ist somit mit dem Blumenkohl eng verwandt. Der Brokkoli hat viele verschiedene Namen. Zum einen liegt es daran, dass er in bestimmten Regionen Deutschlands unterschiedlich benannt wird, wie zum Beispiel Winterblume oder Sprossenkohl. Zum Anderen scheint der Name immer noch nicht grammatikalisch etabliert zu sein. Die häufigsten Tippfehler in diesem Sinne sind Brokkolli, Broccli, Brokkolie, Brocoli, Brokoli oder broccolie. Berühmt wurde Brokkoli durch den aufsehen erregenden Ausruf von George Bush senior "Ich hasse Brokkoli".

Brokkoli Keimsaat als Rarität

Brokkolisprossen Keimsaat von KiepenkerlObwohl Keimlinge aus Brokkoli so beliebt sind, gibt es nur wenige Geschäfte, wo man diese kaufen kann. Natürlich haben wir uns auch mit diesem Thema beschäftigt und mussten feststellen, dass auch im Internet wenige Möglichkeiten zum Bestellen existieren.

Bisher haben wir nur wenige Online-Shops gefunden, um Brokkolisprossen zu kaufen bzw. deren Keimsaat.

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Der Ursprung des Brokkolis

Ursprünglich wurde Brokkoli in Kleinasien angebaut und kam über Italien im 16. Jahrhundert nach Europa. Von England aus kam, im 18. Jahrhundert über den Staatspräsidenten Thomas Jefferson, der Brokkoli letztendlich auch in die Vereinigten Staaten. Trotz dessen liegen die Hauptanbaugebiete in Mitteleuropa, vor allem Italien. Dort herrscht das geeignete Klima, da Brokkoli nicht winterfest ist.

Inhaltsstoffe von Brokkoli-Sprossen

Broccoli ist besonders reich an Mineralstoffen wie Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen, Zink und Natrium und Vitaminen wie B1, B2, B6, E und besonders Ascorbinsäure (Vitamin C) und Carotin (Provitamin A). Weiter enthält er zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide, Indole, Isothiocyanate und andere). Das grüne Kohlgemüse sorgt immer wieder für Schlagzeilen aufgrund neu entdeckter Fähigkeiten der Inhaltsstoffe als Krebsschutz und Immunverstärker.

Brokkolisprossen als Naturheilmittel

Wie eben erwähnt, enthalten Broccolisprossen Senföl. Das im Brokkoli enthaltene Senföl wird auch Sulforaphan genannt, es ist für eine krebshemmende Wirkung bekannt. In verschiedenen Studien konnte mit dem Stoff Sulforaphan eine positive Wirkung auf Krebszellen bei Tierversuchen festgestellt werden können, es ist allerdings noch nicht klar, ob die benötigte Menge des Stoffs durch die Nahrung gedeckt werden kann. Der Anteil vom Sulforaphan ist in Keimlingen 10 – 100 fach höher, als bei einer ausgewachsenen Pflanze. Wissenschaftler der Johns Hopkins University in Baltimore haben nun entdeckt, dass Brokkoli auch Lungenpatienten helfen kann: Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD bessert sich unter dem Einfluss von Sulforaphan, einem stark antioxidativen Pflanzenstoff in Brokkoli.

Sulforaphan in Broccoli-Sprossen

Der Stoff Sulforaphan ist im Allgemeinen in allen Kohlarten enthalten. Auch dessen Vorläuferstoff Glukosinolat ist darin vertreten, obwohl in Brokkoli die höchste Konzentration gemessen wird. Beide Stoffe wirken entgiftend auf den Körper. Interessanter ist allerdings der zellteilungshemmende Effekt, der bei Krebs auftritt. Es setzt den programmierten Zelltod, genannt Apoptose, in Gang.

Auch weisen Untersuchungsdaten des Deutschen Krebsforschungszentrums darauf hin, dass Sulforaphan die sonst so widerstandsfähigen Tumorstammzellen von Bauchspeicheldrüsenkrebs mehr schädigen als angenommen. Selbst herkömmliche Krebsmedikamente haben nicht diesen Effekt. Für weitere Informationen haben wir einen gesonderen Artikel über Sulforaphan.

Hitzeempfindliches Sulforaphan

Wie andere Glucosinolate auch ist Sulforaphan äußerst hitzeempfindlich. Wird das Gemüse gekocht, gehen wichtige Biostoffe verloren und können mit der Nahrung nicht mehr in ausreichender Menge zu sich genommen werden.

Möchte man gegen Krebs vorsorgen und eine zusätzliche Unterstützung in dessen Bekämpfung leisten, sollte man die wichtigen Stoffe durch glukosinolatreiche Pflanzenextrakte dem Körper zuführen.

Um die Aufnahme mithilfe der Nahrung zu steigern, ist ein leichtes Dampfgaren von drei bis vier Minuten des Brokkolis empfehlenswert. So bleiben die meisten Inhaltsstoffe intakt. Bei Sprossen sollte man ganz auf das Kochen verzichten und roh verzehren.

Brokkoli – nur leicht dünsten!

Brokkoli sollte entsprechend verarbeitet werden, damit er seine Wirkstoffe gut entfalten kann. Die holzigen Stiele werden entfernt und die kleinen Röschen werden am schonendsten im Dampfgarer gedämpft. Falls kein Dampfgarer vorhanden ist, kann man den Brokkoli in einem zugedeckten Topf mit sehr wenig Wasser weichdämpfen. Vermeiden sollte man auch bei diesem Gemüse, dass man ihn im kochenden Wasser "kocht", denn viele Vitalstoffe sind hoch wasserlöslich und verschwinden somit in das Kochwasser.

Brokkolisprossen oder Grünkraut ziehen

Man kann die Brokkolisprossen herstellen und als Keimlinge essen, aber auch als Grünkraut. Je nachdem in welchem Stadium man den Brokkoli ernten möchte, können unterschiedliche Anbaumethoden gewählt werden. Wir empfehlen die ernte erst als Grünkraut.

Selber ziehen im Keimgerät

Eingewicht werden die Samen 6-8 Stunden. Anschließend die Keimsaat in der obersten Schale, bei Grünkraut, oder eine beliebige, bei jungen Sprossen, des Keimgerätes verteilen. Bei der Züchtung ist zu beachten, dass die Sprossen, bei einer Durchschnittstemperatur von 21 °C, 2-mal am Tag gewässert werden. Ernten kann man die zarten Keimlinge nach 3-5 Tagen. Für das Grünkraut die Sprossen einfach etwas länger keimen lassen, bis Grünkraut entsteht.

Brokkolisprossen im Keimglas selber züchten

Will man die jungen Sprossen des Brokkolis ernten, kann die Keimsaat im 6 bis 8 Stunden eingeweicht werden und im Keimglas platziert werden. Das Keimglas mindestens zweimal am Tag mit Wasser füllen, 2-3 Minuten ziehen lassen und wieder leeren. Dieser Vorgang wird wiederholt, bist die Sprossen nach ca. drei Tagen erntereif sind.

Selber züchten im Kressesieb

Sollen aus den Brokkolisamen Grünkraut entstehen, ist besonders das Kressesieb zu empfehlen. Auch hierbei wird die Saat bis zu acht Stunden eingeweicht. Danach auf das Sieb gleichmäßig die Samen verteilen. Die nächsten Tage muss die Keimsaat zweimal täglich mit Wasser befeuchtet werden. Nach frühstens 5 Tagen kann das erste Grünkraut abgeschnitten und verzehrt werden.

Brokkoli-Keimlinge in der Küche

Nicht nur die Röschen des Brokkolis können roh oder gekocht gegessen werden. Die Sprösslinge des Brokkolis passen wunderbar zu Salaten oder Gerichten mit frischem Gemüse. Beliebte Gewürze, die dem Brokkoli beigemengt werden, sind Salz, Muskatnuss, Knoblauch oder auch auf der Pfanne geröstete Mandelblätter oder Pinienkerne. Der Geschmack der Brokkolisprossen ist milder und erinnert an Kresse.

Steckbrief

NameBrokkoli, Bröckelkohl, Spargelkohl , Winterblumenkohl, Sprossenkohl
Name (Latein)Brassica oleracea
Name (Schreibfehler)Broccli, Brocoli, Brokoli, broccolie
Wässern2 Mal täglich
Einweichdauer8 Stunden
FaserwurzelnJa
Erntezeit3-5 Tage
Roh verzehrbarJa
Genießbare TeileGrünkraut
Geschmackleicht scharf, milder als Kresse