Geschichte des Süßgrases

Gerste gehört zu den wichtigsten Getreidearten und ist ein einjähriges Süßgras.
Ursprünglich wurde die Gerste im vorderen Orient angebaut und gehört zu den ältesten Getreidearten der Welt. Ab 7000 v. Chr. wurde sie systematisch zur Züchtung angebaut und hat sich über Vorderasien bis hin zu Europa ausgebreitet.

Im Mittelalter wurde die Gester überwiegend als Viehfutter verwendet, konkurrierten jedoch durch die erträglichen Ernten schnell mit Weizen als Nahrungsmittel. Sie wurde als Brei verzeht, geröstet und später in Fladen verbacken. Zudem kann man Gerstenmalz zur Whiskygewinnung verwenden und Malzkaffee herstellen. In ärmeren Regionen der Welt wird Gerste als Grundnahrungsmittel verwendet.

Gerste gehört zu den anpassungsfähigsten Getreiden, da sie in vielen Klimazonen wächst, eine kurze Vegetationszeit hat und mit wenig Wasser auskommt.

Heutzutage sind die Hauptanbaugebiete Russland, die USA, Kanada und Europa.

Die richtige Keimsaat kaufen

Gerste-KeimsaatIm Geschäften gibt es zwar Gerstenkörner zu kaufen, diese eignen sich jedoch nicht perfekt für den Anbau von Sprossen. Die Körner können behandelt worden sein, um die Haltbarkeit zu verbessern und die Keimfähigkeit zu verringern. Da diese Art von Körnern beim Anbau Schimmel verursachen können, sollte man nur spezielle Keimsaat kaufen.

Tabelle: Gerste-Keimsaat zum Keimen im Internet bestellen
Der ShopProdukte
AmazonSo gut! Bio-Gerste Keimssat, 500g
KeimlingBio Gerstengras-Keimsaat, 750g

Gesunde Wirkung der Gerste

Der Gerste werden diverse heilende Fähigkeiten zugesprochen, zum Beispiel eignet sie sich als sachtes Abführmittel. Da sie leicht verdaulich ist, passt sie sehr gut in den Ernährungsplan von erkrankten Personen, denn sie strengt den Körper nicht zusätzlich an.

In Großbritannien und Irland gilt Gerstensud heilend bei Gebrechen in der Blasen- und Nierengegend. Die "formenden Kräfte" der Gerste können Auswirkungen von Bindegewebsschwächen verbessern und früh eingenommen auch vorbeugen Gerstengrassaft wurde auch gegen schlechten Atem und Bauchweh verabreicht.

Gerste enthält Gluten, was bei Personen mit Glutenunverträglichkeit zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

Vitamine und andere Inhaltsstoffe

Die Gerstekeimlinge sind voll von hilfreichen Stoffen. Sie enthält 10% der wertvollen Proteine und wenig Fett. Dafür ist sie mit 72% reich an Kohlenhydraten. Zusätzlich enthält sie noch die Vitamine Niacin B1,2 und 6, C, Karotin, Biotin, Inosit und viel Vitamin E.

Auch ist sie sehr gehaltvoll an Mineralien: Sowohl Kalium, Natrium, Kalzium und Magnesium als auch Eisen, Kupfer, Mangan, Phophor, Kobalt und Jod. Zudem beinhaltet Gerste noch Schwefel, Zink, Chlor und Silizium.

Während der Keimens werden die Inhaltsstoffe vermehrt. Vitamine bilden sich neu und komplexe Inhaltsstoffe werden zu leichter aufnehmbaren Formen umgewandelt.

Gerstensprossen selber ziehen

Für die Zucht von Gerstensprossen sollte man extra entpelzte Gerstensamen verwenden, die man herkömmlich in Reformhäusern oder Bioläden erwerben kann. Nach 6 Stunden Einweichzeit kannman die Samen in einem Keimgerät, Keimautomat oder einem Keimglas heranziehen.

Eine Tasse angesetzte Samen ergeben zwei Tassen fertige Sprossen. Je nach Pflanzenart und Sonneneinstrahlung können sie Grüntöne variieren.

Zusammenfassung

  1. Samen Einweichen
  2. Samen im Gerät oder Glas verteilen
  3. zweimal täglich Wässern
  4. Nach drei Tagen ernten

Anzucht im Keimgerät

Die Samen nehmen zwar während der Anzucht erheblich am Volumen zu, jedoch können getrost allen Ebenen des Keimgerätes genutzt werden. Zu Beginn die Gerstensamen im Gerät verteilen. Der Keimapperat sollte nicht in der direkten Sonne stehen, da die Keime ansonsten zu stark sprießen.

Die angesetzte Saat sollte nun zweimal am Tage mit Wasser gespült werden. Bereits nach drei Tagen können die Sprossen geerntet werden.

Mit einem Sprossenglas

Sprossengläser eignen sich bestens für diese Art der Keimlinge. Die Saat kann direkt im Keimglas eingeweicht werden. Das Glas muss ebenfalls zwei mal täglich mit Wasser gefüllt und anschließend umgedreht werden, damit dieses wieder abläuft.

Nach drei Tagen kann im Glas gut gesehen werden, dass sich das Volumen verdoppelt hat und die Sprossen nur erntereif sind.

Kressesieb nutzen?

Ein Kressesieb ist für Gerste nicht geeignet, da die Samen bei jedem Wässern wegespült werden würden.

Automatischer Keimautomat

Ein komfortabler, jedoch nicht ganz günstiger, Weg ist die Herstellung im Keimautomaten. Dieser bewässert vollautomatisch die Saat in kleinen Zeitabständen. Dazu werden einfach die eingeweichten Samen in den Keimautomaten gelegt und der Wassertank mit Wasser befüllt. Nach drei Tagen hat der Keimautomat sämtliche Arbeit erledigt und die Gerstenkeimlinge können verzehrt werden.

Besonders beim Anbau von Süßgräsern wie Weizengras oder Gerstengras kann dieses Gerät von Vorteil sein.

Gerstengras herstellen

Man kann die Gerstensamen auch zu Gerstengras heranziehen, dies funktioniert genauso wie beim Weizengras. Grassäfte sind besonders für ihren hohen Gehalt an Chlorophyll bekannt. Eine Anleitung kann in unserem Artikel über Gerstengras anbauen gelesen werden.

Verwendung von Gerstekeimlingen

Der nussig, süße Geschmack, dem die Gerste auch den Namen "pflanzlicher Honig" verdankt, lässt sie perfekt zu Süßspeisen fungieren. Sie können roh verzehrt werden, da sie eine weiche Konsistenz haben. Zu Müsli, Fruchtquark und Joghurt passen die Sprossen genauso gut wie zu Salaten und Suppen. Sie eignen sich auch zum verfeinern von Brotbackmischungen und Bratlingen. Wieauch andere Keimlinge werden diese zum Garnieren von Speisen benutzt.

Steckbrief

NameGerste
Name (Latein)Hordeum vulgare
Wässern2 Mal täglich
Einweichdauer6 Stunden
FaserwurzelnNein
Erntezeit3 Tage bis zu Ernte
Roh verzehrbarJa
Genießbare TeileGekeimter Samen
GeschmackNussig süß