Vitaminbombe für zwischendurch

Im Alltag nimmt man oft viel zu viele ungesunde Snacks zu sich, die zwar schnell den Hunger stillen, aber keinen nährstoffreichen Wert für den Körper haben. Da ist es Zeit für einen grünen Smoothie, ein leckeres Getränk aus Früchten, Grünpflanzen und Wasser, welches dem Körper in null Komma nichts wertvolle Vital- und Nährstoffe liefert.

Alle Zutaten werden im Mixer roh verarbeitet, daher enthalten die grünen Säfte noch alle ungesättigten Fettsäuren, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme und vor allem Vitamine. Für unterwegs ist dieses Getränk der optimale Spender an Ballaststoffen, Proteinen und Kohlenhydraten.

Geschichte des grünen Smoothies

Der Anfang des grünen Saftes liegt in den USA. Die russische Rohkost-Expertin Victoria Boutenko wird in diesem Sinne als "Mutter" der grünen Smoothies genannt. Ihre Familie wurde von einigen Krankheiten heimgesucht, etwa Diabetes, Asthma Arthritis und Allergien, gegen diese sie mit Hilfe von guter Ernährung entgegen wirken wollte. Nach und nach stellte sie ihren Kindern Sergei und Valya zuliebe, die gesamte Nahrung auf Rohkost um und das mit großem Erfolg.

Mit ihren Methoden wurde sie und ihre Familie als "Raw Family" bekannt, unter dessen Namen sie einige Ratgeber zu dem Thema herausbrachte. Sie war es auch, die begann, die Zutaten ihrer Rohkostgerichte einfach zu Drinks zu mixen.

Dies war die Geburtsstunde des Smoothies. Mittlerweile ist er in den USA sehr etabliert und findet nun auch immer mehr Anklang in Deutschland.

Grüne Smoothies selber machen

Da es grüne Smoothies bislang nicht in Geschäften zu kaufen gibt und höchstens an exotischen Saftbars auftauchen, ist das Selbermachen mehr als empfehlenswert. Es lohnt sich, da die Zutaten leicht zu beschaffen und oft auch selber zu züchten sind. Sie sind frisch und haben so eine stärkere Wirkung auf den Körper. Zudem kann man ganz nach seinem Geschmack die verschiedenen Zutaten kombinieren und immer neue Variationen finden. Alles, was man sonst noch benötigt ist, der richtige Mixer.

Ist der Mixer notwendig?

Wenn man grünes Blattgemüse zu sich nehmen will, muss man es natürlich nicht immer mixen. Es kann auch als Salat verwendet werden, nur sollte man dabei darauf achten, dass man diesen ausgiebig kaut.

So kann man umfassend von dem grünen Gemüse profitieren, indem man alle Nährstoffe richtig aufnimmt. Viele Menschen haben allerdings heutzutage keine Zeit mehr für gründliches Kauen oder keine Lust. Das schnelle Verzehren von Speisen beim Zeitungslesen oder Fernsehgucken ist leider bei vielen zur Gewohnheit geworden.

Das feine Zerkleinern des grünen Blattgemüses im Mixer imitiert den gründlichen Kauprozess und ist so wahrscheinlich eine angenehme Alternative für viele Menschen. Die wunderbaren Inhaltsstoffe können optimal aufgenommen und verdaut werden, sodass sie für den Körper von großem Nutzen sind.

Ist man grade unterwegs ist dies ein besseres Getränk als so mancher Softdrink und hilft bei sonst guter Ernährung auch beim Abnehmen.

Grüne Smoothies sollten allerdings ebenfalls nicht hurtig getrunken werden. Jeden Schluck einzeln genießen kann sich hier auszahlen, denn Speichel ist für den Verdauungprozess von besonderer Bedeutung.

Der optimale Mixer macht´s

Wie bei allem anderen auch, ist das richtige Handwerksgerät von großer Bedeutung. Die Wahl eines guten Mixers ist dabei essenziell, denn nicht alle Mixer können zum Beispiel den Saft aus Weizengras herauskitzeln, welches oft für grüne Smoothies verwendet wird. Pürierstäbe eignen sich sehr selten, denn daraus bekommt man niemals das schöne Getränk ohne Stückchen oder Grasfasern, dass man gerne hätte.

In einem guten Mixer wird durch das Zerkleinern die Zellstruktur des Blattgrüns aufgebrochen, sodass man an alle Inhaltsstoffe kommt, an die man durch das Kauen alleine nicht käme. Für den Organismus ist diese Art der Rohkostverarbeitung sehr sinnvoll. Auch wird die Verdauung durch das Mixen entlastet.

Die richtige Rezeptur ist wichtig

Die Expertin auf dem Gebiet der grünen Säfte, Victoria Boutenko, empfiehlt Einsteigern eine Mischung aus 60 % reifem Bio-Obst und 40 % Grünkost. Der Geschmack ist so noch etwas süßer und bekömmlicher. Allerdings sollte man das Mischverhältnis mit der Zeit langsam umdrehen.

Das Experimentieren mit den Zutaten führt ebenfalls dazu, dass man eine Mischung findet, die einem persönlich schmeckt. Die Kombination aus Früchten, Blattgemüse und Wasser sollte so ausgewogen sein, dass das Getränk eine cremige Konsistenz erreicht.

Die stärkehaltigen Gemüsesorten, wie Knollen und Wurzeln (etwa Kohlrabi, Möhren oder Kürbis) gehören nicht in einen grünen Smoothie.

Anstatt dessen wird nur ihr Blattgrün verwendet, auch wenn dies etwas ungewöhnlich klingt. Bereitet man den Saft morgens zu, kann man ihn im Kühlschrank aufbewahren und langsam über den Tag verteilt trinken.

Rezeptvariationen ausprobieren

Wenn man immer dieselben Zutaten im Smoothie verwendet, kann dies schnell langweilig werden und den Genuss einschränken. Daher lohnt es sich öfter mal einzelne Blattgemüse oder Früchte auszutauschen und in anderen Mengen beizugeben, um neue Geschmacksnoten zu erhalten. Macht man seine eigenen Erfahrungen bleibt man immer vielseitig und erhält unterschiedliche Nährstoffe für den Körper.

Green for Life: Grüne Smoothies nach der Boutenko-MethodeAber nicht nur des Geschmacks wegen sollte man die Blätter variieren. In Victoria Boutenko´s Buch „Green for Life" wird beschrieben, dass grüne Blätter mit einem natürlichen Selbstschutz beschichtet sind. Essen Menschen davon zu viel, ist dies nicht unbedingt bekömmlich für den Magen. Das fehlende Wissen darüber, sorgte bereits für rege Kritik, dass es ungesund sei.

Kritik, dass es ungesund sei

Diese sogenannten Alkaloide sind aber noch in vielen, öfter benutzten Lebensmitteln wie Kaffee, Kakao und Tee enthalten, daher sollte man sich nicht abschrecken lassen, Blattgrün zu verwenden. In höheren Dosen können sie aber giftig sein, daher Vorsicht bei der Verwendung. Wird das Blattgrün regelmäßig gewechselt, verliert diese Kritik an Wirkung.

Grundlegendes grüner Smoothie Rezept

Zu beachten ist, dass der Saft immer aus den Teilen Wasser, Frucht und Blattgemüse besteht. Je nach gewünschter Konsistenz kann der Wasseranteil bis zu 50 % des gesamten Getränks ausmachen. Für alle, die einen Anreiz zum Mischen eines eigenen, grünen Smoothies haben wollen, stellen wir hier kurz Rezeptbeispiele vor:

Rezept: Spinat-Bananen-Smoothie

  • 200 g frischen Spinat
  • 2 reife Bananen
  • 1 Apfel (die Sorte ist frei wählbar!)
  • 1 Tasse Wasser

Rezept:Ananas-Mangold-Smoothie

  • Ein halbe Ananas
  • Ca. 5 Blätter Mangold
  • 1 Tasse Wasser

Mit Leinsamen, Nussmus, Samenmus (zum Beispiel Sesammus), Gewürzen wie Ingwer, Kardamom, Vanille oder Zimt sowie hochwertigen Ölen, etwa Leinöl oder Kokosöl, kann man die Rezepte nach seinem Geschmack verfeinern.

Rezepte meist unnötig

Grüne Smoothies: Die supergesunde Mini-Mahlzeit aus dem MixerFür den Anfang sind die Rezepte schon sinnvoll, da sie inspirieren und helfen, das richtige Mischverhältnis zu finden. Für den Anfang ist ein Buch mit Rezeptideen empfehlenswert.

Mit der Zeit allerdings mach man seine eigenen Erfahrungen und findet seine ganz eigene Art, die Smoothies zu seiner Zufriedenheit zu mischen.

Soll ich Leitungswasser nutzen?

Je nach dem, in welchem Gebiet man wohnt, ist die Verwendung von Leitungswasser in Ordnung. Allerdings sollte man sich vorher informieren, welche Beschaffenheit das Wasser hat. In der Regel findet man auf den Websites der städtischen Wasserwerke die aktuellen Wasseranalysen zur Anschauung. Ist man grade in Europa oder weltweit unterwegs, ist von der Verwendung von Leitungswasser abzuraten.

Natürlich kann man für die grünen Smoothies auch frisches Quellwasser verwenden, wenn vorhanden. Ansonsten eignen sich Mineralwasser ohne Kohlensäure ebenfalls gut.

Möchte geschmackliche Vielfalt mit einbringen kann man Orangensaft, Apfelsaft oder andere Fruchtsäfte als Basis benutzten. Hier sind Direktsäfte und Muttersäfte optimal.

Sehr exotisch wieder der Saft, wenn man Kokosmilch aus der Dose oder aus einer frischen Kokosnuss verarbeitet.

Was haben Sprossen mit Smoothies zu tun?

Wer Sprossen zu Hause selber züchtet, kann diese gewinnbringend auch in den grünen Smoothies verarbeiten. Sie sind von Natur aus hochwertig aufgrund ihrer Vielzahl an Vitalstoffen. Leicht und günstig sind sie zumachen und stelle sogar keinen großen Kostenzuwachs dar.

Da es so viele Arten gibt, kann man auch mit ihnen den Geschmack verändern und verfeinern. Vor allem Sprossen, die man als Gräser ernten kann, wie es bei Weizengras der Fall ist, sind besonders geeignet für die Saftverarbeitung,

Mixen oder Entsaften?

Um die Frage zu klären, was besser ist, also Mixer oder Entsafter, hat die Expertin Victoria Boutenko ein Experiment mit Kartoffeln gemacht, um deren Oxidation zu beobachten. Dazu benutze sie einen Entsafter mit Doppelschneckenpresse und einen Mixer der Marke Vitamix.

Versuch anhand einer Kartoffel

Die Kartoffeln wurden in diesem Experiment geschält, damit sie mit ihrer Farbe nicht das Ergebnis verfälschen. Eine Kartoffel wurde daraufhin im Entsafter entsaftet und die andere im Vitamix mit einer Tasse Wasser gemixt. Beide Flüssigkeiten wurden daraufhin in eine Tasse gegeben und fotodokumentiert.

Mit dem Entsafter

Innerhalb von zwei Tagen wurden mehrere Fotos zum Vergleich gemacht. Der Kartoffelsaft aus dem Entsafter wurde schon nah wenigen Minuten Braun und war komplett dunkelbraun bis Ende der ersten Stunde.

Mit einem Mixer

Der Saft der gemixten Kartoffel blieb für zwei Tage weiß. Das Experiment wurde mit unterschiedlichen Kartoffelarten wiederholt mit immer dem gleichen Ergebnis.

Das Ergebis

Da die Bräunung das Resultat der Oxidation von Biomolekülen in Obst und Gemüse ist, ist eindeutig zu erkennen, dass im Entsafter schon eher Sauerstoff bei der Verarbeitung in Kontakt mit Enzymen und Vitaminen gekommen ist. Hochwertige Entsafter jedoch sind häufig optimiert, damit dies nicht geschieht. Wer mehr über Saftpressen erfahren will, kann im Saftpressen-Artikel Weiteres erfahren.

Weniger Sauerstoff beim Verarbeiten

Beim Mixen der Zutaten kommt nicht nur weniger Sauerstoff an die Moleküle, sondern auch die Vitalstoffe bleiben in höheren Mengen erhalten, als bei dem gepressten Saft. Durch das Intaktbleiben der Ballaststoffe wird der Saft auch "smoother", also cremiger.

Vitamix vs. Gastroback Mixer

Gastroback 41000 Design Mixer AdvancedBei Menschen, die sich ihre eigenen Smoothies und Säfte machen, sind die beiden Geräte Vitamix TNC 5200 und Gastroback 41000 Design Mixer Advanced sehr beliebt.

Beide Standmixer werden häufig in den USA für grüne Smoothies verwendet. Beide überzeugen durch ein besonders cremiges Ergebnis.

Vitamix MixerDer Vitamix gehört nicht zu den günstigsten seiner Art, kann dafür aber mit allerlei Vorteilen trumpfen. Im Ausland ist er momentan noch beliebter als in Deutschland, da man hier nicht allzu oft diese Sorte von Mixern verwendet.

Obstsorten wie Bananen und Äpfel werden mit Leichtigkeit zu Smoothies verwandelt. Ananas, die oft mit ihren vielen Fasern Schwierigkeiten bereiten, werden ebenfalls schnell püriert und zu einem leckeren Smoothie verwandelt.