Das Jakobskreuzkraut gehört zu den Kreuzkräutern und wird auch Greiskraut genannt. Es gehört zu der Familie der Korbblütler und weißt weit über tausend verschiedene Arten auf. In Bayern ist die giftige Pflanze zurzeit immer mehr auf dem Vormarsch.

Wo kommt das Kraut vor?

Eher ungepflegte Flächen wie Weiden für Kühe und Pferde bieten den perfekten Nährboden für das Jakobskreuzkraut. Daher ist es dort häufig anzutreffen.

Wie sieht das Kreuzkraut aus?

Gefährlich ist, dass die Pflanze dem essbaren Rucola ähnelt. Es wird zehn bis Zentimeter groß und hat gefiederte Blätter. Seine gelben Blüten entwickeln sich zu kleinen Pusteblumen weiter.

Ist das Fleisch der Tiere giftig?

Da die Pflanze meist auf Weiden vorkommt, ist es natürlich logisch, dass die darauf weidenden Tiere diese Pflanze fressen. Laut Experten besteht für den Menschen aber keine direkte Gefahr, wenn sie das Fleisch, Käse oder Milch der betroffenen Tiere verzehren. Genießt man Kräutertees oder Salate aus Wildkräutersammlungen, sollte man allerdings aufpassen.

Warum ist das Kraut so giftig?

Das Jakobskreuzkraut enthält sogenannte Pyrrolizidin-Alkaloide, die sowohl für Menschen als auch für Tiere in hoher Dosis tödlich sein können. Sie sind zum großen Teil Leber schädigend und stehen unter Verdacht Krebs auszulösen.

Symptome erst nach Wochen

Meistens treten die Vergiftungssymptome erst nach mehreren Wochen oder Monaten auf. Kommt der Mensch mit der Pflanze in Berührung, kann eine allergische Reaktion hervorgerufen werden, die man vom Arzt untersuchen lassen sollte.

Sind alle Kreuzkräuter giftig?

Für allerlei Kreuzkrautarten ist es typisch, dass sie Giftstoffe enthalten. So sollte man auch das Wasserkreuzkraut, das raukenblättrige Kreuzkraut oder das Alpen-Kreuzkraut meiden. Allerdings breiten sich auch diese Sorten verstärkt aus. Dies haben Ämter der Landwirtschaft herausgefunden und empfehlen Tiere vor den Pflanzen fernzuhalten.

Sind Rucola-Sprossen betroffen?

frischer RucolaSammelt man gerne Wildkräuter, sollte man sich 100%ig sicher sein, dass es sich um Wildes Rucola handelt, da es leicht mit dem Jakobskreuzkraut zu verwechseln ist. Dass man im Supermarkt auf vergiftete Rucola oder Sprossensamen trifft, ist nicht zu befürchten.

Die Keimlinge werden aus Rucola-Keimsaaten gemacht. Diese Keimsaaten werden kontrolliert angebaut, sodass eine Vermischung der Saat auszuschließen ist.