Die gelbe Sojabohne, oft nur Soja genannt, gehört zu den Hülsenfrüchten und der Familie der Schmetterlingsblütler. Sie weist eine hohe Artenvielfalt auf, wobei die gelbe Sojabohne zu den am längsten verwendeten gehört. Wenn sie blüht, wachsen purpurne und weiße Blumen buschig um den Stamm der Bohne.

Neben der Kresse gehört diese Sprossen zu den bekanntesten, in unserem Kulturkreis.

Gelbe Sojabohnen-Keimsaat im Internet zu kaufen

Sojabohnen oder Sojasprossen sind im Allgemeinen die bekanntesten Vertreter der Sprossen. Trotz dieses Faktes gibt es allerdings kaum die Möglichkeit spezielle Sojabohnen-Keimsaat zu erstehen, die man für die hauseigene Ernte verwenden kann.

Allerdings kann man auf Bio-Sojabohnen allerlei Arten zurückgreifen, die auch für den Verzehr geeignet sind. Sie weisen eine gute Qualität auf und wurden sorgsam geerntet. Trotzdem muss man der Öfteren eine verminderte Keimkraft in Kauf nehmen. Wir führen hier ein paar Anbieter auf, bei denen man hochwertige Sojabohnen günstig im Internet bestellen kann.

Soja-Keimlinge selber ziehen

Hat man sich für die herkömmlichen Sojabohnen entschieden, ist die Zucht von Sojakeimlingen ganz einfach. Dazu kann man wahlweise ein Sprossenglas, ein Keimgerät oder einen Keimautomaten verwenden. Ein Kressesieb ist nicht geeignet.

Im Keimglas ziehen

Die einfachste Anbaumethode für diese Art von Sprossen ist das Keimglas. Einfach die Keimsaat in das Glas lesen und mit lauwarmem Wasser füllen. Nach einer Einweichzeit von 15 Stunden kann dieses abgegossen werden. Nun müssen die Sprossen zwei bis drei Mal täglich mit Wasser gespült werden. Nach 4 bis 5 Tagen sollte sich das Volumen stark vergrößert haben und die Keimlinge sind bereit für die Ernte.

Im Keimgerät anbauen

Auch die Aufzucht im Keimgerät ist mit dieser Art von Sprossen möglich. Die Einweichzeit von 12 bis 16 Stunden muss hier ebenfalls eingehalten werden. Eine optimale Temperatur sollte 21 °C nicht überschreiten. Verwendet man eine Tasse Samen, so erhält man vier bis fünf Tassen Sprossen.

Im Keimautomaten züchten

Ohne großen Aufwand kann man Sojasprossen auch schön im Keimautomaten züchten. Neben der Einweichzeit von 15 Stunden und einer Reifedauer von vier bis fünf Tagen muss man kaum etwas beachten, da der Automat die meiste Arbeit abnimmt. Man muss nur Samen und Wasser in den Automaten geben, das Wässern übernimmt das Gerät.

Allgemeines zum Anbau

Bei Sojabohnen ist das Problem, das sie schnell zur Gärung neigen und daher besonders gründlich und zuverlässig gespült werden müssen. Vor allem im Sommer ist es wichtig dies einzuhalten, damit Reststoffe der Keimung weggespült werden. Vernachlässigt man diese Pflicht, gehen die Bohnen zur Fermentierung über.

Was hat es mit Mungobohnen auf sich?

Da die Mungobohne auch grüne Soja genannt wird, ist es nicht verwunderlich, wenn wir dessen Keimlinge als Sojasprossen bezeichnen. Die eigentliche Sojapflanze ist jedoch die gelbe Soja. Abgesehen davon, dass beides Hülsenfrüchte sind, unterscheiden sich beide deutlich voneinander.

Mungobohnegrüne Soja
Gelbe Sojadie eigentliche Sojapflanze

Wie unterscheiden sich die Mungbohnen von den gelben Sojasprossen?

Die Samen der Mungbohne sind grün, die Körner der gelben Soja, wie der Name bereits deuten lässt, gelb bis beige. Des Weiteren sind die meisten Sojabohnen etwas größer und führen so zu dickeren Sprossen.

Verwenden der Keimlinge in der Küche

Da es sich bei den Sprossen der Sojapflanze ebenfalls um Hülsenfrüchte handelt, müssen diese vor dem Verzehr gedünstet werden. Der Geschmack ist leicht mehlig, eignet sich jedoch zu vielen Gerichten, wie Suppen und Eintöpfe.

Sojasprossen besser nicht roh essen

Hülsenfrüchte sind nicht für den rohen Verzehr geeignet. Dennoch ist der Gehalt an giftigem Phasin in den Sprossen geringer. Durch das Einlegen in Gläsern oder Dosen sinkt nochmals der Phasingehalt. Erst durch das Erhitzen wird das Gift komplett abgebaut. Da jedoch bei Sprossen bereits weniger davon vorhanden ist, reicht ein kurzes Blanchieren.

Inhaltsstoffe der Sojabohnen

Was die Sojabohne besonders auszeichnet, ist ihr Gehalt an Proteinen. 35 – 50 % pflanzliches Eiweiß sind darin enthalten, doppelt so viel wie in Fleisch gleicher Menge. Die Qualität ähnelt der vom tierischen Eiweiß und ist so für unseren Körper besser aufnehmbar als von anderen Pflanzen.

Bis zu 20 %igen Fettanteil kann in einer Sojabohne vorliegen, mit einem hohen Anteil an Linolsäure. Weiterhin findet man 24 % Kohlenhydrate und 2 % Lecithin in den leckeren Böhnchen.

Geringe Mengen an A, B1, B2, Niacin, Pantothensäure, C, E, K, Karotin, Biotin und B16 sind ebenfalls vorhanden. Reich an Mineralien kann sie sich mit Kalzium, Magnesium, Kupfer, Eisen, Natrium, Chlor und Schwefel brüsten. Selbst Cholin und Saponin sind zu entdecken.

Sojasprossen sind gesund

Durch den Enzymprozess werden die Inhaltsstoffe gewandelt. Hormone und Vitamine bilden sich neu und vermehren sich. Der Anstieg des Vitamin C ist sehr hoch. Der Gehalt der hochwertigen Fette steigt im Vergleich zu ungekeimten Sojabohnen ebenfalls an. Die komplexen organischen Verbindungen, wie Mineralien oder Ballaststoffe, liegen nach dem Prozess in leichter aufzunehmenden Formen vor.

Die Sojabohne im medizinischen Einsatz

Mit ihrem hohen Anteil an Proteinen ist die Sojabohne der optimale Eiweißträger für Menschen, die an Rheuma oder Gicht leiden. Wenig Stärke macht sie auch für Diabetiker und Allergiker verzehrgeeignet. Sowohl der Kreislauf als auch die Nerven werden durch Sojabohnen gestärkt.

Geschichte der Sojabohne

Unter der Vielzahl der Bohnen gilt die Sojabohne als „Eva", also als Bohne mit dem größten revolutionären Potenzial. Ein alter Spruch besagt: Bohnen sind mit dem Menschen zugleich aus dem Urschlamm hervorgegangen.

Schon seit etwa 3000 v. Chr. wurde in Nordostchina die Sojabohne als Nahrungsmittel verwendet. Dort gab es für die vielseitige Bohne einige Namen und war als vegetabiles Fleisch anerkannt.

Allerdings hat es lange gedauert, bis sie auch im Westen als Nahrungsmittel anerkannt war. Oft wurde die Sojabohne allerdings nur als Futter für die Tiere verwendet. Der Anbau stieg drastisch nach dem Zweiten Weltkrieg. In dieser Zeit war dessen Eiweiß als Nährmittel für die Armen unverzichtbar.

Zunehmend hat die Bohne immer mehr Anklang gefunden und wird heute auf 6 % der globalen landwirtschaftlichen Nutzfläche. Sie ist die weltweit wichtigste Ölsaat.