Hinter dem Kürzel EHEC verbürgt sich der Name Enterohämorrhagische Escherichia coli, welcher krankheitsauslösende Stämme des gefährlichen E. Coli Bakteriums darstellt. Die Epidemie verlief von Mai 2011 bis Juli 2011, wann sie vom Robert Koch-Institut (RKI) offiziell für beendet erklärt wurde.

Der Verdacht viel auf Gemüse

Der Erstele Verdacht vom Robert Koch-Institut fiel auf frisches Gemüse als Auslöser. So wurden hauptsächlich frische Tomaten, Gurken und Blattsalate als Übertragungsmedium des EHEC-Erregers vermutet. Der Vergleich zwischen den Essgewohnheiten der erkrankten Personen mit einer Kontrollgruppe verstärkte diese Aussage. Nach ausführlicher Analyse verschiedener Gemüseproben blieb der Ursprung des EHEC-Erregers weiterhin unklar.

EHEC-Epidemie in Japan

Das Land, welches in vieler seiner Speisen Sprossen verwendet, hatte bereits im Jahre 1996 mit EHEC-Bakterien zu kämpfen. Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) erkrankten rund 6.000 Menschen durch EHEC in Japan. Als Verursacher und Überträger wurden in Japan Rettichsprossen ausgemacht.

EHEC-Überträger in Deutschland 2011

Auch in Fall EHEC-2011 wies das BfR auf Sprossen hin. Als festgestellt wurde, dass ein Sprossenhersteller aus Bienenbüttel-Steddorf im Landkreis Uelzen viele Erkrankte mit Sprossen versorgte, verstärkte sich dieser Verdacht. Laboruntersuchungen der Produkte dieses Herstellen fielen jedoch erstmals alle negativ aus.

Gartenbaubetrieb aus Niedersachen

Auch wenn die Laboruntersuchungen der Sprossen aus dem Gartenbaubetrieb aus Bienenbüttel-Steddorf in Niedersachsen negativ ausfielen, so wird dennoch der Ursprung der infizierten Keimlinge in diesem Betrieb vermutet. Grund ist jedoch nicht der Betrieb an sich, da dieser einer Überprüfung standhielt. Es besteht die starke Annahme, dass EHEC kontaminierte Bockshornkleesamen aus Ägypten Grund für die Epidemie waren, welche in der Folge in Niedersachsen verarbeitet worden sind.