Von vielen sekundären Pflanzenstoffen wird berichtet, dass sie eine krebshemmende Wirkung haben. Gegenwärtig bekommen die Glucosinolate eine große Aufmerksamkeit in dieser Hinsicht.

In Kreuzblütlergewächsen wie Senf, Meerrettich und Kohl ist der Stoff als Sulforaphan vertreten.

Einige Zell- und Tierversuche konnten bisher vorbeugend schützende Effekte hervorbringen. Eine besonders hohe Konzentration des Stoffes ist in den bekannten Brokkolisprossen zu finden.

Studie am Deutschen Krebsforschungszentrum

In Heidelberg am Deutschen Krebsforschungszentrum hat sich aktuell eine Forschergruppe zusammengefunden, welche den Einfluss von Glucosinolaten auf die Entstehung von Prostatakarzinomen untersucht.

11.405 männliche Teilnehmer wurden dafür innerhalb der EPIC-Heidelberg-Kohortenstudie zur Hilfe gezogen (Steinbrecher A et al. / Int J Cancer 2009). Mittels korrekt beantworteter Ernährungsfragebögen konnte man die persönliche Glucosinolataufnahme über die Nahrung errechnen.

Positive Ergebnisse

Dabei wurde herausgefunden, dass das Risiko an einem Prostatakarzinom zu erkranken, deutlich sank, je mehr Glucosinolate verzehrt worden waren. Die Gruppe, welche die größte Menge des Wirkstoffes zu sich nahm, erlitt um ein Drittel seltener einen Krankheitsfall.