Bockshornkleesprossen

Bockshornklee, die gute Nahrungsergänzung

Keimendes Bockshornklee

Bockshornklee bereichert nicht nur Currys. Als Sprossen gezogen kann er asiatische Gerichte wie auch Salate bereichern. Nicht nur der Geschmack überzeugt, sondern auch seine gesundheitlichen Eigenschaften.

Der Bockshornklee ist eine Sprosse mit vielen Namen und gutem Inhalt. Den Inhaltsstoffen dieser Pflanze werden viele positiven Eigenschaften zugeschrieben. Die Verwendung als Naturheilmittel oder Nahrungsergänzung hat bereits lange Tradition.

Die richtigen Bockshornkleesamen kaufen

Da die Bockshornkleesamen besonders gern im indischen Curry verwendet werden, kann man die Samen in vielen Märkten kaufen. Bei Samen, die als Gewürz oder Gartenpflanze verkauft werden, ist nicht sichergestellt, dass die Samen noch keimen können. Beim Bestellen der Samen sollte man somit besonders auf Keimsaat achten.

Nichtsdestotrotz können bei einigen Shops keimfähige Bockshornkleesamen bestellt werden. Keimsaaten sind aber speziell für die Zucht vorgesehen und sollten bevorzugt werden.

Bio-Keimsaat Bockshornklee

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Vom Bockshornkleesamen zum Keimling

Am besten lässt man Bockshornkleesamen, nach einer Einweichzeit von 8 Stunden, in einem Glas oder in einem speziellen Keimgerät keimen. Bei einer Temperatur von 18 - 22 °C, sollten die Samen nach etwa 2 Tagen erntefertig sein. Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Samen 2-mal täglich gespült werden müssen. Man kann erwarten das ¼ Tasse Samen ungefähr eine Tasse Keimlinge ergibt.

Aber Achtung: Der von Natur aus herbe Bockshornklee wird bei Überkeimung bitter. Man erkennt einen fertigen Keim daran, dass seine Größe den gleichen Umfang hat wie der Samen selber. Beim Keimlingsanbau ist zu erwarten, dass der Samen während der Keimung etwas Schleim abgibt.

Eingeweichte Bockshornkleesamen
Keimendes Bockshornklee

Vom Samen zum Bockshornkleegrün

Um essbares Bockshornkleegrün zu züchten, sollte man die Samen in Erde oder einem Hydrogerät anbauen. Die Einweichzeit dauert in diesem Falle ganze 8 Stunden bei Verwendung von viel Einweichwasser. Die Samen können bei einer Temperatur von etwa 18 – 22 °C optimal wachsen und sollten am Tag zweimal mit Wasser besprenkelt werden.

Das fertige Bockshornkleegrün kann nach ca. 8 Tagen geerntet werden. Man kann davon ausgehen, dass 2 EL Samen im Hydrogerät zwei Tassen Grün ergeben.

Es ist wichtig, dass der Bockshornkleesamen in den ersten Tagen feucht gehalten wird, da in dieser Zeit die Wurzeln im Hydrogerät in die Höhe wachsen.

Samen des Bockshornklees
Keimgerät mit Bockshornkleesamen
Microgreen des Bockshornklee

Inhaltsstoffe von Bockshornklee

Was Bockshornklee besonders macht, sind die Saponine, sogenannte Schleimstoffe (nur in Samen enthalten) und das Diosgenin. Darüber hinaus enthält es noch Cholin, Lecithin und Phytosterin die sich ebenfalls sehr positiv auswirken. Die Vitamine A, B1, B2, B3, B5 sind auch enthalten. An Mineralien sind sehr viel Eisen und Phosphor enthalten. Auch sind in den Samen 29 % wichtige Proteine enthalten und 6 % Öl.

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Bockshornklee, gemahlen, bio kbA (Bockshornkleepulver, Trigonella foenum-graecum)

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Das Naturheilmittel Bockshornklee

Bockshornklee ist ein wahres Naturheilmittel mit vielen Einsatzgebieten. Die enthaltene Aminosäure Histidin soll gegen Leberschäden vorsorgen und das Cholin der Verfettung der Leber entgegenwirken.

Das enthaltene Diosgenin könnte ein möglicher Wirkstoff gegen Dickdarmkrebs werden. Aus den Samen hergestelltes Pulver soll den LDL-Cholesterin-Spiegel nachweislich senken.

Das Pulver mit Wasser getrunken wirkt schmerzlindernd, harntreibend und hilft gegen Blähungen und Verstopfung. Auch bei äußerlichen Entzündungen oder Nasennebenhöhlenentzündungen soll ein Brei aus Bockshornklee-Pulver helfen.

Selbst bei stillenden Frauen kann es als milchbildendes Mittel eingesetzt werden. In der ayurvedischen Heilkunst wird Bockshornklee oft als Aphrodisiakum empfohlen.

Bei Diabetes ist seine Heilwirkung medizinisch anerkannt. Das Grünkraut des Bockshornklees hat als Umschlag eine kühlende Wirkung bei Schwellungen und Insektenstichen.

Im Allgemeinen wirkt Bockshornklee reinigend bei Leber, Nieren und den Schleimhäuten und hilft bei allgemeiner Abwehrschwäche, da die Körperfunktionen unterstützt werden. Es ist also ein Mittel für die Besserung des menschlichen Wohlbefindens.

Steigerung der Milchproduktion

Besonders beim Erstgeborenen kommt die Milchproduktion der Mutter nicht nach. Hier kann Bockshornklee unterstützen. Bockshornklee ist ein natürliches Galaktogoga, ein Mittel mit milchbildender Wirkung. Es kann jedoch nur wirken, wenn regelmäßig und möglichst reichlich Milch abgepumpt oder gestillt wird.

Bockshornkleesprossen in der Küche

In Ländern mit hoher Trockenheit wie Spanien und Afrika dient der Bockshornklee als Futterpflanze für Tiere. Generell wird Bockshornklee als Gewürz verwendet wie im Curry.

Auch die Samen sind in Käse und Broten als Gewürz enthalten. Die Bockshornsprossen können geröstet und gekocht, aber auch frisch gegessen werden.

Bockshornkleeblätter werden gerne in Soßen verwendet. Die Samen eignen sich hervorragend als Würze für Nudel- oder Reisgerichte. Selbst der Einsatz in süßen Speisen ist sehr zu empfehlen. Getrocknet ist er auch als Tee zu genießen.

Ursprung des Namens

Der ausgewachsene Bockshornklee trägt schnabelförmige Schoten, die an ein Bockshorn erinnern. Die Blüten jedoch sehen aus wie unser Klee, daher entspringt der Name der Pflanze.

Der Bockshornklee hat über die Zeit viele Namen bekommen: Griechisches Heu, Heusamen, Kuhbohnen, Kuhhornklee, Kuhhornsamen, Rehkörner, Ziegenhornklee, Ziegensamen, Hirschwundkraut, feine Grete, Filigrazie, Schöne Margreth, Siebenzeiten, Stundenkraut, Methika, Philosophenklee. Der Name Bockshornklee bleibt aber der bekannteste und offizielle Name für Trigonella foenum-graecum.

Herkunft des Bockshornklees

Ursprünglich stammt der Bockshornklee aus dem Perserreich. Der Gebrauch ist sogar bis ins alte Ägypten zurückzuverfolgen. Dabei wurde der Bockshornklee als Nahrungsmittel, öfters als Naturheilmittel verwendet sowie für religiöse Rituale.

Nach Europa kam der Bockshornklee durch Karl den Großen beim Anbau von ausländischen Pflanzen. Durch den Pfarrer Kneipp wurde der Anbau von Bockshornklee in Deutschland neu belebt und fand Einzug in die Volksheilkunde.

Steckbrief

NameBockshornklee
Lateinischer NameTrigonella foenum graecum
Familie‎Hülsenfrüchtler‎, Fabaceae
HinweiseSprossen werden zunehmend bitter
Einweichen8
RohJa
Keimzeit2-3
Sprossen-Tage4-8
Sprossen-Farbegelblich
Grünkraut-Tage8-14
Grünkraut-GeschmackBitter, leicht würzig und nussig
Besondere InhaltsstoffeDiosgenin
Wirkung beiGalaktogoga/Milchproduktion, Wechseljahre-Beschwerden, Dickdarmkrebs, LDL-Cholesterin-Spiegel
SynonymGriechisches Heu, Heusamen, Kuhbohnen, Kuhhornklee, Kuhhornsamen, Rehkörner, Ziegenhornklee, Ziegensamen, Hirschwundkraut, feine Grete, Filigrazie, Schöne Margreth, Siebenzeiten, Stundenkraut, Methika, Philosophenklee
SchreibfehlerBochshornklee, Boxhornklee
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